| 6. Tag: Aufstieg zur Yakalm Thakcho |
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6.30 Uhr, ein wolkenloser Himmel begrüßt uns. Fast sehnsüchtig erwarten wir unseren Aufstieg
zur Yakalm Thakcho in 3.500 m Höhe. Sie liegt auf einem Höhenrücken unter dem Sechstausender
Tramserku und bietet eine grandiose Panoramasicht auf Numbur, 6.959 m, Kariolong, 6.511 m und
den stolzen Doppelgipfel des Kongde Ri, 6.187 m. Besonders Tramserku, dessen senkrechte
Eiswände in zwei scharfen Graten dem spitzen Gipfel zustreben, ist sehenswert.
Der Aufstieg war technisch leicht. Wir blickten tief in's Khumbu hinein, ließen uns die
Bergwelt erklären und konnten sogar Namche Bazar und Kloster Thame, die Ziele unserer
nächsten Tage, sehen. Gleichzeitig gewöhnten wir mit diesem Aufstieg unseren Körper an die ungewohnte Höhe. |
| Beim Abstieg überraschte uns die fleißige Küchenmannschaft mit einem tollen Picknick-Lunch auf einem kleinen Aussichtsplatz. Von der Tischdecke über die Servietten und das Metallbesteck mußte alles hochtransportiert werden, was aber den Helfern keine Mühe zu bereiten schien. Denn auf dem Rückweg überholten sie, besser gesagt, überrannten sie uns alle und pfiffen dabei noch fröhliche Lieder. Ein Sherpa spielte sogar die ganze Zeit auf einer Flöte. Später beim Zelttrekking sorgte er jeden Abend für musikalische Unterhaltung. | ![]() |
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Den Nachmittag verbrachten wir auf der Sonnenterrasse unserer Lodge. Wir genossen den Blick in das tiefe Tal des Dudh Kosi und auf den hohen Eisgipfel des Tramserku. Die Fahnen auf der Terrasse mit den Element-Farben - Blau (Himmel), Weiß (Luft), Rot (Feuer), Grün (Natur), Gelb (Erde) wehten leicht im Wind, während uns die Sonne angenehm wärmte. Kazi erzählte uns von seiner Heimat, von Land und Leuten und wir hörten fasziniert zu. Es ist schön an diesem Ort, eine angenehme Leichtigkeit hat von uns Besitz ergriffen. Alles, was einem noch vor ein paar Tagen so wichtig erschien, ist auf einmal in weite Ferne gerückt und man möchte im Augenblick mit keinem Platz auf der Welt tauschen. Zurück zur Übersicht Weiter |