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4.Tag: Trek nach Monjo
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Am Flughafen stand schon erwartungsfroh Kazi Sherpa, unser Guide mit seiner
Mannschaft. Er sprach Deutsch und wurde in den nächsten Tagen für uns zur wichtigsten Bezugsperson.
Sein Kenntnisreichtum und seine Umsichtigkeit machten diesen Urlaub für alle zu einem unvergeßlichen Erlebnis. In seinem Team befanden sich noch zwei weitere nepalesische Bergführer, Nema und Jetta, die durch ihre Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Ausgeglichenheit uns noch lange in Erinnerung bleiben werden. Unser Gepäck wurde auf Yaks, die von Frauen betreut wurden, verladen und dann konnte unsere erste Trekkingetappe nach dem fünf Stunden entfernten Monjo starten. Der Weg führte anfangs leicht abwärts nach Phakding, immer am "Dudh Kosi", dem schäumenden Milchfluß, entlang. |
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Die Wanderung im Tal des Dudh Kosi mit kleinen idyllischen Dörfern und den abenteuerlichen Hängebrücken machten den
Tag sehr abwechslungsreich. Hinter den Häusern erstreckten sich terrassenförmig angelegte Gersten- und Kartoffelfelder,
zum Teil mit Mais und riesigen Kohlköpfen vermischt.
Überall blühten Tagetes und mannshohe Dahlien in den Dörfern, ein schöner Anblick.
Da es nur einen Hauptweg zum Everest gibt, drängten sich zeitweise doch beachtlich Mensch und Tier auf dem Weg.
Entgegenkommende Träger mit schwerer Last, Yaks von hinten und mittendrin die unerfahrenen Trekkingtouristen.
Da mußte eine Regelung her und die war ganz einfach: |
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Wann immer wir das Läuten der Kuhglocken hörten, hieß es, ran an die Felsen und die Yaks vorbeilassen.
Manchmal war
der Weg so schön eng, dass einem die gebogenen Hörner recht nahe kamen, aber das sahen wir sehr gelassen.
Die Yaks sind nämlich stolze erhabene Tiere, die interessieren sich nicht für die staunenden Touristen. Trotz der Vorsichtsmaßregeln hatte es eine Trekkingtasche aus unserer Gruppe erwischt. Ein ca 20 cm langer Riss war das Ergebnis. Es ist deshalb recht ratsam, eine Rolle Klebeband im Gepäck zu haben. |
| Den Lunch nahmen wir im Freien an einer sehr schön gelegenen Lodge bei Phakding ein.
Da in den Gästehäusern immer nur bei Bedarf und stets frisch gekocht wird, dauert es natürlich ein wenig,
bis das Essen fertig ist.
Dafür schmeckt es dann auch um so besser. Aber am Beliebtesten war überall der "Lemmon Tea". Ich glaube, auf der Strecke nach Tengpoche sind wir alle zu Lemmon-Tea-Fans geworden. Die Wege im Himalaya sind bunt und faszinierend. Auf Schritt und Tritt begegneten wir kleinen Tschörten, bunten Gebetsfahnen- und Mühlen sowie Manisteinen- und Mauern, die wir gemäß dem buddhistischen Glauben im Uhrzeigersinn umgingen. Aber wehe, es lief einer anders herum, dann war das Geschrei in unserer Gruppe groß. In die Manisteine- und Mauern ist die buddhistische Gebetsformel "Om mani padme hum" - Oh du Juwel in der Lotosblüte, eingraviert. |
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| Ein Osterei auf einem Felsen oder ist es doch ein kleines buddhistisches Symbol? |
| An einem idyllisch gelegenen Wasserfall am Wegesrand erzählte uns Kazi eine lustige Episode. Im vorigen Jahr badeten hier Touristen eine Stunde nackt. Da die Nepalis eine ganz andere Vorstellung von Freizügigkeit haben, traute sich keiner der Träger, Händler und Khumbu-Bewohner an den Badenden vorbei. So staute sich auf beiden Seiten des Wasserfalls eine mächtige Karawane, denn es gibt nur diesen einen Hauptweg zum Everest. |
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| "HOT SPRING" - Die Sherpas haben Humor |
| Am Nachmittag ist unsere erste Komfortlodge in Monjo erreicht. Das schmucke Sherpadorf Monjo mit seinen 25 Häusern, einer Schule und zwei Klöstern liegt in dem malerischen Tal von Monjo am Eingang zum Everest-Nationalpark. |
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