| 18. Tag: Ruhetag in Monjo |
| Der Vormittag gehörte der Sonnenterrasse in Monjo. Bei wieder strahlendem Sonnenschein war Releaxen und
Berge bestaunen angesagt. Wem es trotzdem zu langweilig wurde, für den standen in der Lodge interessante
Bildbände über das Himalayagebirge, über das Sherpaland oder Everestbesteigungen zur Verfügung. Kazi erklärte uns am Vormittag dann noch recht anschaulich, wie eine typische Sherpafamilie gekleidet ist. Wir wissen jetzt, dass eine umgebundene Schürze symbolisiert, man ist verheiratet. |
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| Am Nachmittag wanderte ich mit Paul noch einmal in Ruhe in den 1.148 qkm großen Sagarmatha-Nationalpark
hinein, um Abschied von einer großartigen Bergkulisse zu nehmen. Wir entdeckten an der Pforte des Nationalparks eine sehr interessante Statistik - die Tourismusentwicklung der letzten Jahre. |
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| Im vorigen Jahr brach der Besucherstrom in Nepal, bedingt durch die politische Weltlage und die nationalen
Unruhen, dramatisch ein. Gut zu erkennen am Hauptreisemonat Oktober. In diesem Jahr sind die Zahlen wieder
angestiegen. Dies ist ein gutes Zeichen für den Tourismus, der der wesentlichste Wirtschaftsfaktor in Nepal ist. Übrigens, zwei von den 5.470 Touristen, die den Nationalpark im Oktober 2003 besuchten, waren wir! |
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| Wir liefen nochmals bis zur Hillary-Bridge und beobachteten den regen Nachmittagsverkehr. Auf der schwankenden, haushohen Brücke hingen am Geländer viele Katas, die die Trekker dort zurückgelassen hatten. Es soll nämlich Glück bringen, sie an besonderen Aussichtspunkten oder heiligen Stätten im Himalayawind flattern zu lassen. |
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Der Nationalpark beherbergt seltene Tierarten, wie z. B. Schneeleopard, Himalaya-Schwarzbär, Wolf, kleiner Panda,
Steinadler, Schneegeier sowie den Himalaya-Thar und den Moschushirsch. Einige der Tiere konnte uns Kazi auf dem Trek,
wenn wir ganz leise waren, sogar zeigen. An unserem letzten Tag in der Everest-Summit-Komfort-Lodge wurde uns mit großem Hallo nach dem Dinner eine Überraschungstorte - schön verziert mit "Fare well cake" - serviert. Der anschließende Abschiedsabend gestaltete sich für alle grandios, wobei dem Himalaya-Punsch aus Fruchtsaft und Khukri-Rum kräftig zugesprochen wurde. Der Koch und Kazi begeisterten uns mit ihren Tanzeinlagen und Gesängen. Kaum einer hatte Lust, in's Bett zu gehen, die letzte Etappe nach Lukla am nächsten Morgen erschien uns auf einmal so leicht und so weit fern. Ein unvergeßlicher Abend. |
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