15. Tag: Aufstieg zum "Sanu Taboche", 5.305 m
Der Aufstieg zum 5.305 m hohen "Sanu Taboche", Aussichtskanzel der Extraklasse, wurde nur noch von zwei Trekkern aus unserer Gruppe in Angriff genommen. Die anderen begaben sich aus unterschiedlichsten Gründen lieber auf ein Aussichtsplateau in 4.600 m Höhe. Kazi meinte, dass man von dort genau den gleichen Blick wie vom Sanu Taboche hat.
Die herrliche Sicht über weites, wildes Sherpaland, Makalu, Lhotse und Everest im Blickfeld - ein herrlicher Vormittag. Besonders interessant, der Blick durch's Fernglas auf die eisstarrende Ama Dablam, wo sich gerade Bergsteiger am schwierigen Aufstieg versuchten.

Übrigens, die Aussichtskanzel in 4.600 m Höhe war meine größte erreichte Höhe, die ich problemlos bewältigte. Keinen Tag Kopfschmerzen, keine Schlaf- und Appetitlosigkeit, wie vor 2 Jahren. Deshalb an dieser Stelle ein großes Lob an den DAV Summit Club München für das ausgeklügelte Akklimatisationskonzept bei dieser Trekkingtour. Es ermöglichte mir, ohne nennenswerte Vorbereitung und Bergerfahrung an dieser unvergeßlichen Tour erfolgreich teilzunehmen.
Unser Weg führte uns am Mittag dann zu unserem letzten Zeltplatz etwas außerhalb von Pangpoche in 4.000 m Höhe. Die Küchenmannschaft verwöhnte uns wieder, nicht nur kulinarisch, sondern auch musikalisch. Einige sangen bei der Arbeit mit Hingabe. Zum Schluß kannten wir schon etwas den Text von dem nepalesischen Volkslied "Chim Chim me...", zumindest konnten wir die Melodie mitsummen. Das war ein Gaudi für die Sherpas. Deutschland lag so weit weg, nicht nur geografisch!
Zurück zur Übersicht Weiter